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"Lange stand ich vor der schmalen Holzbrücke, die sich mit ihrem sanften Bogen spiegelte. Es war eine Brücke zum Hin- und Hergehen, hinüber und herüber.

Die Trauer ist ein Gang hinüber und herüber. Hinüber, dorthin, wohin der andere ging. Und zurück, dorthin, wo man mit ihm war all die Jahre des gemeinsamen Lebens.

Man muss das Land der Vergangenheit erwandern hin und her, bis der Gang über die Brücke auf einen neuen Weg führt."


Jörg Zink

Holzbrücke
Quelle: ©Kawohl-Verlag 46485 Wesel
Foto: T. Berrang-Peuthert

Danke

Wie oft habe ich dir zu Lebzeiten dieses Wort gesagt,
machmal ganz bewusst,
manchmal eher nebenbei,
manchmalaus tiefer Überzeugung,
manchmal eher wie eine Floskel.

Danke

Noch einmalwill ich dieses Wort jetzt Sagen,
aber nun kommt es mir anders über die Lippen: Danke, für das was war,
was möglich war mit dir,
was dumir geschenkt hast an Liebe und Geduld an Verständnis, Treue, Lachen, Aufmerksamkeit....
Danke, dass du einStück unseres Lebens miteinander gehen durften.

Dieses Wort kommt jetzt zutiefst aus meinem Herzen
Alfons Gerhardt

Holzbrücke
Text: Alfons Gerhardt
Foto & Bearbeitung: Peter Wagner

Worte zur Hoffnung

Die Hoffnung weckt nicht nur mein Vertrauen in das Schicksal, in mitfühlende Menschen. Sie schenkt mir in besonderer Weise auch Vertrauen in mich selbst. Sie läßt mich neu damit rechnen, dass ich anderen eine Freude bereiten und ein wenig Liebe in die Welt bringen kann.

Ich brauche keine falschen Hoffnungen.
Ich will nicht erwarten, reich und berühmt zu werden und bei allen beliebt zu sein. Ich will nicht damit rechnen, von Problem verschont zu bleiben. Ich brauche die Hoffnung, dass ich nie ganz alleine bin, dass ich das bekomme, was ich zum Leben brauche, dass nach jedem Winter ein neuer Frühling und nach jedem Tief ein neues Hoch kommt und dass ich durch jedes Problem, dass ich löse, gestärkt weitergehen kann.

Hoffnung bedeutet neue Kräfte in mir zu entdecken.
Hoffnung heißt nicht zu verzweifeln, auch wenn die Umstände gegen mich sprechen. Hoffnung heißt nicht stehen zu bleiben, sondern meinen Weg zuversichtlich weiterzugehen. Hoffnung ist aktiv und äußerst lebendig.

von Günter Lankuttis
(geschrieben im Jahr 2010 während seiner Krebserkrankung)

Holzbrücke
Bild und Text: Günter Lankuttis


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